Zusätzliche Anamnese im Rahmen einer IVDK Studie


Tätowierungen

T1. Haben/hatten Sie eine Tätowierung bzw. Permanent Make-up (KEIN Henna Tattoo)?  🔾 Unbekannt      🔾 Ja        🔾 Nein

T2. Wenn ja, bemerkten Sie ungewöhnliche Hautreaktionen im Tattoo (auch verzögert)* ?  🔾 Ja        🔾 Nein       🔾 Unklar

     *Ekzem, lichenoide Reaktion, Granulom, Hyperkeratose; nicht gemeint: Infektion, Problem bei der primären Wundheilung


Hintergrund

Unverträglichkeitsreaktionen auf Tätowierungen können unmittelbar, verzögert oder chronisch auftreten. Allergische Reaktionen können durch die (Azo-)Pigmente, Bindemittel, Lösemittel oder Zusatzstoffe (z. B. Konservierungsmittel) ausgelöst werden. Metallische Verunreinigungen in Pigmenten stellen vor allem für Tätowierte mit bereits bestehender Allergie (z.B. auf Nickel) eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung dar. Darüber hinaus werden durch das Fehlen einer Positivliste einige nicht regulierte Pigmente eingesetzt, welche  nicht für die Anwendung in der Kosmetik bestimmt sind, sondern für andere Industriezweige (z. B. KFZ-, Plastik-,  Druckindustrie) hergestellt wurden. Teilweise entstehen Substanzen, welche relevante Allergene sein könnten, erst als Spaltprodukte aus den Pigmenten (z. B. durch UV-Strahlung oder Lasereingriffe). Bislang sind kaum Epikutantest Daten zur Abklärung von Unverträglichkeitsreaktionen gegenüber Tätowierungen vorhanden.